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Häufige Fragen

15 Antworten zu Stories, Musik & uns. Offen, ehrlich, direkt.

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15 Fragen
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Praktisches
1
Wo und wann kann man euch live sehen? Nie geplant, manchmal trotzdem da.
Es gibt bei uns keine Tour, keine Ticketverkäufe, keine großen Ankündigungen im Voraus. Aber manchmal lassen wir ein paar Brotkrümel fallen. Der ein oder andere von uns kennt hier und da jemanden, und wenn sich die Gelegenheit ergibt, dürfen wir vom Veranstalter aus auch mal versuchen, die Menge vor dem "eigentlichen Act" etwas aufzuwärmen. Klappt meistens nicht, aber wir geben unser Bestes. Als Hauptact seht ihr uns aber nicht, dafür ist und bleibt das hier ein Hobbyprojekt, kein Tourveranstalter würde bei uns Schlange stehen. Wenn’s passiert, erfährt man’s höchstens hinterher oder rein zufällig, wer gerade zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, außer vielleicht mal in kleinen Orten, Festzelten oder Ähnlichem. Wir achten aber sehr darauf, dass man uns eben nicht vorher ankündigt. Sollte sich das mal ändern, geben wir das natürlich auch bekannt.
2
Warum hört ihr euch live anders an? Live ohne Netz, ohne zwanzig Takes, ohne Filter.
Raketenwissenschaftler haben herausgefunden, dass wir uns live tatsächlich manchmal etwas anders anhören als im Homestudio, wenn unsere Stimmen bis ins letzte Detail nachbearbeitet wurden. Dies ist eine bahnbrechende Erkenntnis. Dies könnte natürlich daran liegen, dass wir unsere Stimmen live zwar auch mit ein paar Plugins schönen können, Pitch-Korrektur, EQ, etwas Kompression, aber eben nicht annähernd so stark wie im Studio, wo wir eine Zeile auch mal zwanzig Mal einträllern können, bis sie sitzt. Live geht das nicht, da gibt es keinen zweiten Take, nur uns, ein Mikro und die Hoffnung, dass der Refrain diesmal auch wirklich der Refrain ist. Wer uns schon mal live erlebt hat, wird vermutlich auch mitbekommen haben, dass uns dabei gerne mal ein Text entfällt, so als würde jemand kurz die Suchfunktion im eigenen Kopf neu starten müssen. Wir sind keine Profis, und wollen das auch gar nicht sein. Wir machen das, weil es uns Spaß macht.
3
Warum haut ihr nicht jede Woche 'nen Song raus? Wir sind schnell, nur eben nicht alle gleichzeitig.
Weil alle zusammen unter einen Hut zu bringen manchmal schwerer ist als ein ganzer Song selbst. Realistisch läuft das bei uns eher so: einer hat eine Idee, ein anderer hat gerade Nachtschicht, die Dritte ist im Urlaub, und der Vierte antwortet seit drei Tagen nur noch mit Daumen-hoch-Emoji. Bis alle Zeit, Nerven und Laune gleichzeitig haben, vergeht schonmal 'ne Weile. Wöchentlich könnten wir höchstens liefern: Ausreden, Kaffee- und Katzenfotos und die Behauptung, "der Song ist zu 80% fertig". Lieber machen wir einen Song, hinter dem wir wirklich stehen, als fünf, die wir eine Woche später selbst peinlich finden. Lieber selten und mit Substanz als oft und lieblos. Nennt uns gerne "unregelmäßig", wir nennen's "authentisch chaotisch". Aber gute Vorsätze und Voice-Memos, die sich nie freiwillig jemand anhören würde, hätten wir auch noch.
4
Wie finanziert ihr das Ganze eigentlich? Streaming-Einnahmen: aufgeteilt bis zur Bedeutungslosigkeit.
Aus eigener Tasche, ganz unterschiedlich verteilt. Einer kauft ständig neue Plugins, die er nie wieder benutzt. Eine andere hortet Rabatt-Codes für Software, die es längst nicht mehr gibt. Einer besteht darauf, dass "das eine Mikro" jetzt wirklich das letzte war, zum vierten Mal dieses Jahr. Und mindestens einer zahlt einfach klaglos mit, ohne zu fragen, wofür genau, Hauptsache es geht weiter. Übers Streaming kommt zwischendurch auch was rein, geteilt durch die ganze Truppe bleibt davon aber nicht viel übrig. Aber darauf kommt es uns nicht an, sonst würden wir das hier nicht machen.
Song-Produktion
5
Warum heißt ein Song "Halt die Fresse"? Bevor du urteilst, schau erst in den Spiegel, auch wir.
Der Song handelt von Leuten, die sich hinter Fake-Namen und Anonymität verstecken, um über andere zu urteilen und zu hetzen, ohne selbst je den Mut zu haben, dafür geradezustehen. Im Song hört ihr zwischendurch auch uns selbst, wo wir uns selbst hinterfragen, ob der Track nicht eigentlich über uns geht. Wir tragen ja auch Masken, posten auch unter einem Kollektiv-Namen statt echten Gesichtern. Der Unterschied ist nur, wir verstecken uns nicht, um andere fertigzumachen. Diese Ironie wollten wir nicht verstecken, sondern laut aussprechen, deshalb ist sie fest im Song verankert.
Datenschutz & Sonstiges
6
Wie kam der Name "G Kollektiv" zustande? Wofür das G steht? Fragt zehn von uns, ihr bekommt elf Antworten.
Kennt ihr den Bandnamen-Generator? Quatsch, auch wenn das ehrlich gesagt schneller gegangen wäre. Die Wahrheit ist: Wir saßen zusammen, es gab Pizza, zu wenig Schlaf, und es gab die Frage "wie nennen wir das Ganze eigentlich". Vorschläge wie "Die Anonymen", "Maskenbande" und ein sehr ernst gemeinter Vorschlag namens "Textwerk" wurden diskutiert, aber zu Recht verworfen. Am Ende blieb "G" übrig, kurzzeitig waren wir dann unter "Die G's" unterwegs. Das "G" ist geblieben, weil's kurz ist, gut aussieht, und weil wir uns bis heute nicht einig wurden, wofür es eigentlich steht. Manche sagen "Geschichten", manche sagen "Gemeinschaft", einer meint bis heute hartnäckig, es stünde für seinen eigenen Vornamen. "Kollektiv" kam dazu, weil's uns wichtiger war, dass es um alle geht, nicht um Einzelne. Fertig war der Name, keine Agentur, kein Meeting, nur Pizza und zu wenig Schlaf.
7
Warum tragt ihr Hoodies und Masken? Keine Gesichter, aber jede Menge Gesicht zeigen.
Weil wir Superhelden sind... ok nein. Auch wenn wir das insgeheim gerne wären. Wer will das nicht? Die Hoodies und Masken sorgen dafür, dass es bei uns nicht um Gesichter geht, sondern um die Geschichten und die Musik. Das entscheidet bei uns aber jeder für sich selbst. Niemand ist gezwungen, sein Gesicht zu verdecken. Manche bei uns tun dies sporadisch, manche immer. Die einen, weil sie es "cool" finden, manch anderer, weil man als Solo-Künstler ein etwas größeres Publikum hat, aber bei uns dann nicht als einzelne Person herausstechen möchte. Nebenbei sieht man uns damit auch nicht an, wer gerade wieder verschlafen aus dem Bett gefallen ist, bevor die Kamera lief.
8
Soll aus G Kollektiv mal was Großes werden? Groß werden ja, aber anders als gedacht.
Wahrscheinlich nicht im Sinne von Charts, Ruhm oder ausverkauften Hallen, und ehrlich gesagt wäre uns das auch ziemlich unangenehm. Wir sind Menschen mit Jobs, Alltagsproblemen und Terminkalendern, die sich abends und am Wochenende zusammensetzen, weil's Spaß macht, nicht weil wir den nächsten Nummer-eins-Hit planen. Groß werden darf es für uns eher im anderen Sinne: mehr Geschichten, mehr Menschen, die sich in einem Song wiederfinden, vielleicht auch mehr Menschen, die zwischen den Zeilen lesen. Wenn daraus mit der Zeit sowas wie ein kleines Gefühl von Zusammenhalt entsteht, Leute, die sich über einen Song wiedererkennen, obwohl sie sich nie begegnet sind, dann ist das für uns größer als jede Chart-Platzierung. Und wenn nur eine einzige Person nach einem Song denkt "hm, ja, darüber denk ich mal nach", dann hat sich für uns schon alles gelohnt.
9
Streitet ihr euch manchmal? Kreative Differenzen, gelöst mit Pistazien.
Ständig, aber meistens nur über die wirklich wichtigen Dinge: ob der Bass in Sekunde 47 zu laut ist, ob "vibe" ein Argument ist oder nur ein Totschlagwort, und ob man um zwei Uhr nachts wirklich noch die zwölfte Version des Refrains braucht. Einer will immer noch eine Idee reinquetschen, einer will längst fertig sein, und mindestens einer hört sich alles zehnmal mit geschlossenen Augen an und sagt dann nur "hmja". Am Ende einigt man sich meistens auf die Version, die der/diejenige wollte, der/die am längsten stur geblieben ist. Aufgelöst wird das Ganze für gewöhnlich mit der wichtigsten Konfliktlösungsstrategie im Musikgeschäft: Pistazien.
10
Wer räumt bei euch eigentlich das Studio auf? Zwei räumen auf, der Rest sorgt für Nachschub.
Offiziell: alle. Inoffiziell: Jacky und Nad, da beide einen ausgeprägten Putzfimmel haben und regelmäßig fassungslos Kabel entwirren, die der Rest von uns großzügig als "künstlerische Unordnung" bezeichnet. Der Rest des Kollektivs trägt hauptsächlich dazu bei, dass wieder Unordnung entsteht, meist in Form von leeren Kaffeetassen, halbvollen Chipstüten und mindestens einem Kabel, das niemand mehr zuordnen kann. Es herrscht eine stille Übereinkunft: wer als Letzter das Studio verlässt, sieht nichts, hört nichts, räumt nichts.
KI & Musik
11
Ihr seid doch KI, oder? Kommt drauf an, wie genau du hinhörst.
Nein, in vielen Projekten setzen wir aber KI bewusst und unterstützend ein, z.B. für Sounddesign, kreative Impulse, Transient-Shaping oder auch mal komplette Strophen oder Refrain. Ein Song besteht bei uns jedoch niemals vollständig aus KI. Die emotionale Grundlage bleibt immer eine menschliche Geschichte, und du hörst in jedem Track auch echte Vocals vom G Kollektiv. Manchmal klingen wir auch ganz bewusst künstlich, das ist dann kein Zufall, sondern gewollt: uns interessiert einfach, wie schnell dann das Urteil "KI!" fällt, obwohl noch niemand richtig reingehört hat. Wir arbeiten mit KI und setzen sie gern ein, daraus machen wir kein Geheimnis. Wer aber denkt, unsere Songs entstehen aus einem Prompt, Suno, fertig, liegt falsch. Völlig falsch. Wir bedienen uns bewusst an Stimmcharakteren, wie man sie z.B. von Suno kennt. Warum? Weil es uns nicht um die Stimme geht, sondern um das, was wir sagen: unsere Texte, unsere Botschaften, unsere Einstellung. Das heißt aber nicht, dass ihr in unseren Songs nie unsere echten Stimmen hört. Hört mal genau hin, wie einzelne Wörter betont oder ausgesprochen werden, das verrät oft mehr als jeder Vocoder. Am Ende zählt auch nicht, ob ein Label "KI" drauf klebt, sondern was bei euch ankommt. Wäscht man seine Wäsche auch per Hand, nur weil einem die Waschmaschine zu fortschrittlich ist?
12
Ist KI-Musik nicht einfach geklaut? Inspiration oder Training, wo verläuft die Grenze wirklich?
Man wirft Tools wie Suno gerne vor, bei Menschen geklaut zu haben. Nur zeichnet das schon selbst ein schiefes Bild: Wenn ein Mensch einen neuen Song schreibt, woran bedient er sich? Bei Menschen heißt das dann 'Inspiration', obwohl auch sie von musikalischen Einflüssen geprägt sind, die andere vor ihnen geschaffen haben. Bei einer KI heißt genau das plötzlich 'illegale Trainingsdaten von anderen Künstlern'. Wir wollen das hier nicht komplett auswalzen, aber ganz so einfach ist die Trennlinie für uns nicht.
13
Ich schreibe eigene Texte, bin ich dann Hybrid-Artist? Text, KI oder beides, für uns zählt, was wirklich reinfließt.
Man liest und hört öfter "Ich bin Hybrid, weil ich schreib meine Texte selbst". Doch ein Text allein macht einen Song noch nicht zum Hybrid-Akt. Musik ist mehr als nur Worte, sie lebt auch von Melodie, Gesang, Arrangement und Sound. Kommt das alles komplett von der KI und "nur" der Text von euch, ist der musikalische Teil trotzdem fast vollständig KI-generiert, und das ist auch völlig ok so. Wer einfach nur "mach nen Song über Liebe" reinpromptet, macht in unseren Augen keine Musik, sondern KI-Spam. Wer sich dagegen hinsetzt und wirklich einen eigenen Text schreibt, ist für uns KI-Musiker, das verdient genauso Respekt wie jede andere Herangehensweise. Hybrid wird es für uns aber erst, wenn ihr selbst musikalisch die Richtung vorgebt, das nicht nur textlich, auch ist nicht der "Stil-Prompt" damit gemeint. Der ein oder andere fragt sich jetzt vielleicht: "Aso, ihr haltet euch also für was Besseres?" Genau da liegt jetzt aber der Twist: Nein, uns ist das Label, was man uns gibt, völlig egal, nennt uns KI, Hybrid, menschlich, was auch immer. Wir greifen sogar solche Kommentare über uns gerne hin und wieder mal auf. Uns geht’s nicht darum, wie man uns sieht, sondern darum, was ihr beim Hören fühlt. Trotzdem machen wir selbst intern einen Unterschied zwischen KI-Spam, KI-Artist und Hybrid-Artist, es sind einfach unterschiedliche Herangehensweisen, ähnlich wie Rock oder House unterschiedliche Genres sind. Und wie bei jedem Genre gibt es auch hier für jede Richtung sein eigenes Publikum, das genau darauf steht.
14
Hat Nina Chuba Angst vor KI? Talent lässt sich nicht kopieren.
Nein. Ganz bestimmt nicht. Aber andere schon, und das aus verschiedenen Gründen, doch nicht immer aus den Gründen, die genannt werden. Manche haben Angst vor Konkurrenz, manche fühlen sich bestohlen, weil ihre Musik als Trainingsdaten oder "Inspiration" gedient haben könnte (siehe Frage 12), und manche haben einfach Angst um ihre Fans. Ein Punkt fehlt dabei aber fast immer: viel von der "echten" Musik da draußen ist selbst einfach nur Schrott, und das ganz ohne KI. Ein KI-Artist nimmt dir keine Fans weg. Das schaffst du am Ende nur selbst, und zwar mit schlechter Musik. Wer sich beschwert, die eigene Musik sei geklaut oder als Inspiration genutzt worden, sollte sich eigentlich fragen: warum klingt das Ergebnis dann teilweise besser als das Original? Und viele, die sich gerade am lautesten beschweren, waren vorher kaum sichtbar und haben durch die ganze Debatte jetzt sogar mehr Aufmerksamkeit als je zuvor, trotzdem wird gemeckert. Nina Chuba zum Beispiel wird keine KI ersetzen können, egal wie gut KI noch wird, weil sie eben heraussticht. Viele andere Künstler tun das aber eben nicht, und das liegt dann nicht an der KI.
15
Was, wenn ich KI-Musik generell nicht mag? Erst berührt, dann empört.
Dann hör sie nicht. Ganz einfach. Nur eine Gegenfrage: magst du wirklich keine KI-Musik, oder magst du sie nicht mehr, sobald du erfährst, dass es KI-Musik ist? Das ist nämlich ein Unterschied. Vorher hat dich der Song vielleicht berührt, hat dich getroffen, hat was ausgelöst, und erst im Nachhinein, mit dem Label im Kopf, kippt das Gefühl. Dann magst du in Wahrheit nicht die Musik, sondern das Wort "KI" davor. Erkennst du das Dilemma?

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